Lagerfähigkeit und Jagdzeiten

Heute ermöglicht die moderne Wildkühlung eine relativ lange Lagerfähigkeit von Wildbret durch Vakuumierung und Tiefkühlung im Sinne unserer strengen Richtlinien zur Wildbrethygiene. Sauber und professionell verpackt kann man schon im Spätsommer und Herbst den Vorrat für den Winter und die Weihnachtszeit anlegen. Ab dem 1. Mai, wenn das neue Jagdjahr beginnt, steht dann wieder frisches Wildfleisch in ausreichendem Maße zur Verfügung. Wild eignet sich auch hervorragend zum grillen in der Sommerzeit.

Wichtiger Sicherheitshinweis:

Bitte achten Sie darauf, dass nur Jäger die als Lebensmittelhändler registriert sind, erlegtes Wild aus der Decke geschlagen oder abgeschwartet und zerwirkt an Endverbraucher abgeben dürfen!

Lesen Sie hierzu bitte auch das "Impressum".

Wildart Lagerfähigkeit tiefgekühlt Jagdzeiten (ca. Angaben)
Rehwild bis zu 14 Monate Mai bis Ende Januar
Schwarzwild bis zu 6 Monate ganzjährig
Feldhasen bis zu 8 Monate Oktober bis Dezember
Rebhühner bis zu 8 Monate Oktober bis Dezember
Wildtauben (Ringel- und Türkentauben) bis zu 8 Monate November bis Februar
Wildenten (Stockenten) bis zu 6 Monate September bis Januar
Fasane bis zu 6 Monate September bis Januar

Bezeichnung von Wild und Wildbret

Der Jäger benutzt spezielle Bezeichnungen für das Wild, um dieses genau - entsprechend des Alters und Geschlechts - zu beschreiben:

Wildart Alter
Geiß, Bock Rehwild ab dem zweiten Lebensjahr
Schmalreh, Jährling Rehwild im zweiten Lebensjahr
Kitz Rehwild im ersten Lebensjahr
Bache, Keiler Schwarzwild ab dem zweiten Lebensjahr
Überläufer Schwarzwild im zweiten Lebensjahr
Frischling Schwarzwild im ersten Lebensjahr

Lende:
Wertvollstes Stück, geschützt unterhalb des Rückens gelegen. Für Kurzgebratenes (als Filet) oder auch für Fondue.

Rücken:
Hervorragendes Stück für den festlichen Rücken am Knochen auf der Tafel (aus dem Bräter) oder ausgelöst als zartes Kurzbratstück (Steak) für die Pfanne oder den Grill.

Keule:
Hochwertiges Bratenstück, bestehend aus mehreren Braten. Als Ganzes für den Bräter (mit Knochen oder ausgelöst) oder in die einzelnen Braten zerlegt für Sauerbraten. Alternativ auch für Wildrouladen oder hervorragendes Gulasch ohne Fett und Sehnen.

Blatt:
Hervorragend für Gulasch geeignet. Brust und Dünnung (Rippen): Ausgelöst als Rollbraten oder durch den Fleischwolf gedreht für Wildfrikadellen.

Hals/Träger:
Ausgelöst als Bratenstück oder Gulasch und für Hackfleisch geeignet.



Nährwerte/Bestandteile von gegartem Wildbret

Wildart Eiweiß % Fett % Mineralstoffe % Vitamin B2 mg/100g Kalorien pro 100g
Rehwild 21 3,5 1,2 0,25 122
Schwarzwild 17 3,4 2,4 0,25 110
Feldhasen 22 3 1,2 0,06 116
Wildenten 18 17,2 1,0 0,2 205